Rhönklub Melkers

 



Wer mit uns wandert, kann was erleben...


Am Feldstein

Von Themar zum Feldstein

Der Wettergott hatte gute Laune an diesem letzten Oktobertag 2021 und schickte den 20 Wanderern des Rhönklub ZV Melkers herrlichen Sonnenschein und die leuchtendsten Farben, die er auf seiner Palette hatte. Doch bevor eingetaucht werden konnte in die farbige Pracht wurden die Teilnehmer von dem Wanderleiter Jürgen Städtler erst einmal darüber aufgeklärt, was sie am Ziel erwartete.

Der Feldstein liegt etwa 3 km nordöstlich von Themar und gehört zu den 100 wichtigsten Geotopen Deutschlands. Er wurde durch frühere Steinbrucharbeiten freigelegt. Der entdeckte Basaltgang gehört zur sogenannten Heldburger Gangschar, ein tertiäres Vulkansystem in Teilen Nordbayerns und Südthüringens, zu dem beispielsweise auch die beiden Gleichberge und der Straufhain zählen. Das vor 60 Mill. Jahren entstandene Naturdenkmal „Feldstein“ wurde 1997 unter Schutz gestellt.

Nun begann der allmähliche Aufstieg, zunächst durch Wiesen, vorbei an einem Gehege mit Eseln, bis es hineinging in den goldenen Oktoberwald. Es war ein Genuss, dieses herbstliche Farbspiel zu bewundern, das Rot der Buchen, der Goldton der Ahornbäume, angestrahlt durch die Sonne, dazu noch die angenehme Temperatur – einen schöneren Tag zum Wandern hätte man kaum finden können. Wie ein Tor öffnete sich der Wald auf dem Plateau und gab den Blick frei auf eine riesige Wiese mit einer Schutzhütte und zur Rast einladenden Sitzgruppen.  Zunächst ging es aber zum Feldstein. Der gigantische Felsbrocken misst etwa 12 m Höhe und wird im Volksmund „Teufelsstein“ genannt. Der Basalt des Feldsteins zeigt eine säulenförmige Absonderung, deutlich erkennbar ist auch der ehemalige Schlot des Vulkankegels. Genauere Informationen konnte man der anschaulich gestalteten Tafel entnehmen, die auch interessiert studiert wurde. Etliche Wanderfreunde  machten sich die Mühe, den Felskoloss zu umrunden, was nicht schwierig war, weil Forstarbeiter den Weg gut freigeschnitten hatten.

Danach war erst einmal Pause. Alle saßen zufrieden in der Sonne, aßen, was der Rucksack hergab, genossen das herrliche Wetter oder inspizierten die Gegend, bevor es auf den Rückweg ging. Dieser führte zunächst weiterhin durch farbigen Mischwald, war aber etwas steiler als der Aufstieg, sodass zügig der Parkplatz in Themar erreicht wurde.

Ein wunderschöner Wandertag war zu Ende und alle Teilnehmer freuten sich, ihn gut genutzt zu haben, bevor die dunkle Jahreszeit beginnt.

Maritta Städtler
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Geplante Wanderungen 2022

  1. Rund um Metzels
  2. Von Wasungen zum Henneberger Haus
  3. Mühlentour in Kaltensundheim
  4. Vom Roten Moor zur Fuldaquelle
  5. Von der Feldaquelle ins Feldatal
  6. Rund um Wasungen (Margarete Marz)
  7. Zu den Armlöchern (März bis Juni, oder ab September, Bernhard Seitz)
  8. Wanderung in der Hohen Rhön (Christel Prüfer)
  9. Rundwanderweg von Vachdorf über den „Krayen“ (Hausberg von Vachdorf) ca. 6 km (Meta Hahm)
  10. Rundwanderung Brotterode großer Inselsberg und zurück (10 km nicht im Winter) (Görber)
  11. Rund um das Pfaffenbach in Schmalkalden (10-11 km) Görber
  12. Von Sondheim durch den Eisgraben zum Wasserfall auf der Hochrhön, weiter zur Ruine Hillenburg (Einkehr) (Hegmann)
  13. Von Schmalkalden zum Henneberger Haus und zurück.
  14. Frühlingsblütenwanderung  in Bad Kissingen zur Burg Botenlauben, Rückfahrt teilweise mit Schiff aus der Saale (Hegmann)