Rhönklub Melkers

 



Es geht wieder los, endlich...

Auf der Lichtenburg

Wanderung von Ostheim vor der Rhön zur Lichtenburg und Kirchburg

Die Wanderung begann mit 15 Wanderern bei schönem Sommerwetter am Bahnhof Ostheim und führte zur mittelalterlichen steinernen Torbrücke, zum südlichen Stadteingang und über die Streu mit dem Brückentorhaus.

Entlang der Streu mit einem Kneipp- Wassertretbecken, die Burgstraße hinauf bis zum Wasserwerk folgten die Teilnehmer dem Ostheimer Premium- Rundweg durch das Naturschutzgebiet und Biotop Weyershauk. Das dortige Gipfelkreuz wurde von den Vertriebenen des Weltkrieges als Erinnerung und Dank an die Ostheimer für deren freundliche Aufnahme errichtet .

An einer Straußenfarm, die sich am Weg befand, zwickte ein sehr zutrauliches Exemplar eine zu nahe gekommenen Wanderfreundin in den Finger, was mit Humor aufgenommen wurde.

Die ausgezeichnete Beschilderung führte problemlos zu einem Rastplatz, wo eine  Trinkpause eingelegt wurde. Nun war noch der letzte Anstieg hinauf zur Lichtenburg zu bewältigen. 
Die Burg wurde im Jahre 1159 erstmals im Besitz einer Nebenlinie der Henneberger erwähnt und war in der Folgezeit Verwaltungssitz des Amtes Lichtenberg. Durch mehrfachen Besitzerwechsel wurde das „Castrum“ erweitert und verstärkt.

Der Bauernkrieg 1525 beschädigte die Lichtenburg erheblich, wurde aber immer wieder aufgebaut. Nach der Verlegung des Amtssitzes nach Ostheim verlor die Burg an Bedeutung. Im 19. Jahrhundert wurde sie an drei Ostheimer verkauft, die die Burg nur als Steinbruch benutzten.

Die Regierung des Großherzogtums Weimar kaufte später den Rest der Burg zurück und begann mit der Restaurierung, die durch Gründung eines Ostheimer Vereins 1843 und der bis heute aktiven Lichtenburggemeinde kontinuierlich erhalten und fortgeführt wird.

Nach der Einkehr in der Burggaststätte besuchten die Wanderer in der Stadt Ostheim noch die Kirchenburg, die einmalige und größte Deutschlands. Wie der Name sagt, ist die 1410 erstmals erwähnte Kirchenburg sowohl Kirchen- als auch Wehranlage mit fünf Wehrtürmen und einem doppelten Mauerring. Der damals einzige Zugang von der Stadt durch einen eisenbeschlagenen Torflügel zeigt das Jahr 1622 und enthält einen kleinen Durchschlupf für Verspätete.
   
Nach einem Besuch der Kirche, die sehr funktional und ohne den üblichen Prunk eingerichtet ist, trat die Gruppe nach einem wunderbaren Erlebnis die Heimfahrt an.

Hartmut Görber